Freitag, 24. Oktober 2014

6 Monate Babyglüüück

Heute ist Emil 6 Monate alt. Ich kann gar nicht sagen, ob ich "schon" oder "erst" sagen würde, wenn ich müsste. Einerseits ist es Wahnsinn, wie groß er schon ist, was er schon alles kann und wie "normal" es schon ist ein kleines, kostbares Wesen bei sich zu haben. Andererseits haben wir doch vor so kurzem erst beschlossen ein Baby zu bekommen, einen Tag später mit dem positiven Schwangerschaftstest vor meinem Mann rumgehüpft und dann einen weiteren gefühlten Tag später hatte ich schon eine schöne Babykugel. Die Geburt kommt mir im einen Moment vor, wie ewig lang her, im nächsten als wäre es erst gestern gewesen. Emils erster Schrei, er kommt mir vor, als hätte ich ihn erst vor ein paar Stunden gehört. Dieser wunderbare Schrei, der mich mit unendlichem Glück und unfassbarer Erleichterung erfüllt hat.
Ich könnte hier noch ewig weiterschreiben, aber das würde ja jeden Rahmen sprengen. Jetzt haben wir im ersten halben Jahr so viel erlebt. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass wir bisher nur Positives erlebt haben, keinerlei ernsthafte Krankheiten oder Probleme.



So ist es mit dem Schlafen: die ersten 2,5 Monate waren nett und angenehm im Großen und Ganzen. Wir sind "nur" (und das nur kommt durch die folgenden 2,5 Monate) 3 mal wach gewesen und Emil wollte "nur" trinken. Ohne Geschrei, ohne großer Tamtam. Dann kamen die Wochen der grauenhaften Nächte. Maximal zwei Stunden am Stück schlafen, es gab auch ein paar Wochen in denen er nicht einmal eine Stunde geschlafen hat. Dazu kam auch lautes Geschrei. Das war furchtbar und morgens dachte ich eigentlich immer, dass ich nicht aufstehen kann, dass ich einfach nicht kann. Der erste Gang ins Bad war eine reine Torkelei, wie im Vollrausch. Und jetzt haben wir fast wieder den Erstzustand erreicht. Es fühlt sich so gut und entspannt an, wenn man in einer Nacht "nur" 4 mal wach war. Mehr will ich gar nicht, ich bzw wir streben gar nicht nach durchschlafen. So ist es gut und absolut erträglich für mich. Ich sage auf die verhasste Frage gern, dass wir uns zu sehr vermissen, um uns eine Nacht lang nicht zu sehen.
Emils Bett ist seit Beginn der grauenhaften Nächte mehr eine sehr große Ablage. Für alles mögliche wie Schlafsack, die Ärmel des Schlafsacks, kleine Decken, zig Babysocken, Spielzeug, Körnerkissen, Spucktücher... alles mehr mehr, mal weniger ordentlich... wir schlafen zusammen auf meiner Seite unserer Bettes, und ratet mal, wer da mehr Platz braucht? Ein Tipp, derjenige wiegt nur etwas über 7 Kilo... meistens schlafen wir zusammen unter meiner Decke. Ganz gemütlich und kuschelig.

Stillen/Beikost: Das Stillen hat -zum Glück- gleich gut geklappt. Zu Beginn alle vier Stunden, dann eher alle zwei. Den zweiten Beikostversuch haben wir gut gemeistert. Emil futtert jetzt munter sein Mittagsbrei. Meistens eine ganze Portion. Es ist mal mehr, mal weniger Schweinerei, aber immer super süß, wie er den Mund aufmacht, wenn das Essen nicht schnell genug kommt.
Seit ein paar Tagen geben wir auch Abendbrei und den findet er super. Im Moment bekommt er noch eine halbe Portion+Stillen und verträgt es gut. Er trinkt inzwischen auch Wasser und Tee aus der Trinklernflasche von Mam, das macht er schon recht gut und das meiste landet auch tatsächlich im Magen.

Daten: er wiegt 7,2 Kilo und ist ungefähr 69cm lang. Mein langer, schmaler Minimi. Windeln haben wir immer noch in Größe 3.

Das mag ich: Essen! Kuscheln, mit dem Oball spielen, in Mamas Kinn "beißen"

Das mag ich nicht: einschlafen... es ist immer wirklich anstrengend, er braucht sehr lange. Auch für die Mittagsschläfchen

Das ist neu: 
- er singt jetzt sehr gern, das hört sich an wie Seemannsgesang, da er auch eine relativ tiefe Stimme hat, so werden wir jeden Morgen zwischen 6 und 7 geweckt und am Tag gibt es mehrere Gesangseinlagen
- er dreht sich schnell und manchmal wild in alle Richtungen
- seine Füße sind sehr interessant, werden immer gepackt und auch abgelutscht
- sobald die Windeln auf ist, greift er mit der linken Hand nach unten und "prüft", ob er auch immer noch ein Junge ist :) jedes Mal. 
- er holt sich sein Spielzeug und hat dabei schon seine Vorlieben, welches es sein soll
- er fängt an in der Badewanne wild zu planschen

Erlebnisse: Babyschwimmen, ansonsten ist nicht viel Besonderes gewesen

26 Wochen Eltern sein:

Neue Erkenntnisse: 

Dafür fehlt die Zeit: im Moment schaffe ich fast alles irgendwie, wobei meine eigenen Anforderungen auch sehr zurückgeschraubt 

Das war blöd: letzte Wochen waren Emil und ich schon angezogen und ready to go und ich mache die Haustür auf... es schüttete aus Eimern. Ich laufe 40-45 Minuten dahin, schön bergauf, teils sehr grober Kiesweg. Es ist so schon anstrengend und den Wagen da mit einer Hand und den Schirm in der anderen hoch zu schieben für mich wohl unmöglich. Tragen auch blöd, weil ich Emil dann in der Umkleide und vor den Duschen nur auf die Wickelunterlage legen muss und er so aktiv ist, dass er da wohl nicht liegen bleiben wird, bis ich fertig bin. Und mein Baby da bäuchlings auf dem Fußboden??? Nein, nein. Also mussten wir zuhause bleiben. 

Der glücklichste Moment: Immer wenn er aus voller Kehle lacht, wenn ich Quatsch für ihn mache. Und wenn wir abends zu dritt im Bett liegen und Klein-Emil in den Schlaf kuscheln.

Nächte: habe ich ja oben schon erzählt. Mein Mann kann ihn jetzt wieder ins Bett bringen und auch zwischendurch beruhigen- zum Glück

Darauf freuen wir uns: bald kommen mein Papa und meine allerliebste Schwester. Mein Yogilateskurs beginnt auch bald. 

Das macht Mama glücklich: dass es uns allen so gut geht!

Das macht Papa glücklich: Babys Freude, wenn er von der Arbeit kommt
Die Idee ist von Svenja.

Bei AnkiMirja, Pretty Mommy, MaraNadjaValrikeFräulein SonnenscheinYvonneMandyShiva und Sabine gibt es auch ganz viel Babyglück

Liebe Grüße

Anna!

1 Kommentar:

  1. Ich kenn das auch total mit diesem "einerseits ist das alles schon ewig her" und andererseits: "WH, 4 Monate ist er schon alt!"
    Komisch irgendwie, wie einem die Psyche da verrückt spielt.

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